Waldbrand zw. Heiterwanger- und Plansee

1. Juni 2020 • 19:35

Mit dem Einsatzcode "FW-A2-BRANDG" Brand Wald im Bereich Schrofennas wurden wir am Pfingstmontag, gegen 19.35 Uhr mittels Pager Sammelruf alarmiert ...

Die sogenannte "Schrofennas" befindet sich im Bereich des Kanals zwischen dem Heiterwanger See und dem Plansee, auf Anfahrt zum genannten Bereich war dann durch den Einsatzleiter deutliche Flammenbildung erkennbar. Daraufhin wurde der in Bereitschaft stehende Polizeihubschrauber Libelle angefordert, sowie die Flughelfer des Bezirksfeuerwehrverbandes Reutte und aufgrund der Steilheit des Geländes die Bergrettung Reutte alarmiert. Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit wurde auf einen ersten Erkundungsflug verzichtet und sofort mit den Löschmaßnahmen mittels Hubschrauber und Bambi Bucket begonnen. 7 Kameraden stiegen zu Fuß in Richtung Brandherd auf um eine entsprechende Lageerkundung durchführen zu können. Bis zum Einbruch der Dunkelheit wurden somit 23 Flugrotationen mit jeweils 800 Liter Wasser durchgeführt. Der Brand konnte bis auf ein kleine Stelle soweit abgelöscht werden. Gemeinsam mit der Frau Bürgermeister Beate Reichl, BFI Konrad Müller, BFK Dietmar Berktold, BFK-Stv. Peter Schädle, dem Bezirksflughelferbeauftragten Thomas Wechner und dem Einsatzleiter AK Stefan Versal wurden die weiteren Maßnahmen für den nächsten Tag abgestimmt und koordiniert.

Während den Nachtstunden von Pfingsmontag auf Dienstag wurde eine Brandwache eingeteilt. Am Dienstag galt es dann mittels Handarbeit und Hubschrauberunterstützung den gesamten Boden auf Glutnester zu untersuchen, aufzuhacken und mittels Löschrucksäcken und Hubschrauberunterstützung abzulöschen. Begonnen wurde um 6 Uhr mit Material- und Personentransport, im Anschluss folgten Wasserflüge, wobei zur Ablöschung der Glutnester dem Löschwasser sogenanntes "Netzmittel" mit 0,1% Zumischung beigemengt wurde. Dafür wurde neben dem Heiterwanger See ein Wasserbecken aufgestellt und mittels RLFA biologisches Netzmittel beigemengt. Netzmittel werden zugesetzt, um durch Herabsetzen der Oberflächenspannung des Wassers das Eindringen des Löschwassers in den Boden zu verbessern bzw. überhaupt zu ermöglichen. Damit sollen auch die tief oder versteckt liegenden Glutbrände im inneren des Bodens erreicht werden.

Gegen 12.00 Uhr konnte dann Brand aus gegeben werden und Material wie Personal vom Hang geflogen werden. An dieser Stelle gilt es, allen beteiligten Einsatzorganisationen (Feuerwehr, Flughelfer des BFV Reutte Bergrettung Reutte, Polizeihubschrauber Libelle), dem Bezirksfeuerwehrverband Reutte, sowie unserer BGM für die perfekte und reibungslose Zusammenarbeit ein herzliches DANKE zu sagen. Ein Dank auch der Presse für die sehr gute Berichterstattung.

Link TT-online

Link zu BFV Reutte

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